Die Weltformel

 

...das ist eigentlich 'ne längere Geschichte, aber ... die Zeit will ich mir nehmen.

 

Jedes Jahr steht unsere Wanderung unter einem anderen Motto, dass sich i.d.R. erst während der Wanderung ergibt.

 

Beispiele hierfür sind "Das schönste am Wandern ist sitzen" oder "Früher war alles besser, sogar die Zukunft".

 

Doch bei unserer Rennsteigtour 2009 sollte es anders sein. Wir wollten was tun, was einfach mal getan werden musste, wir wollten die Weltformel entdecken, denn das hatte vor uns ja noch keiner gemacht. Wir haben aber festgelegt, dass das nicht einfach so zwischendurch passiert, sondern an einem würdigen Ort, und das war für uns ganz klar bei Al Jankovic alias Sven Neukirchner im Gasthaus "Zum Frankenwald" in Grumbach. Da wir die Tour in Richtung Blankenstein machten, sollten wir diesen Ort erst bei unserer letzten Übernachtung erreichen. Und hier war es dann soweit. Wir trafen am Donnerstag Abend hier ein, doch nicht allein. Denn von dem Gedanken fastziniert, bei der Entdeckung der Weltformel dabei sein zu können, haben sich uns die zwei Wanderfreunde Rosi und Otti angeschlossen. Und auch unser Wanderfreund Duli, der in diesem Jahr nicht komplett dabei sein konnte, kam extra aus Magdeburg angereist.

 Da saßen wir nun und hatten keine Ahnung, wie man so eine Weltformel denn eigentlich entdecken kann. Aber wir halfen uns damit, dass wir erstmal "Brainstorming" machten und so einige Sachen sammelten, die uns wichtig erschienen. Und das sah so aus.

 

 

 

 

 

Doch dann, mit fortschreitendem Abend stellten wir fest, dass die Lösung doch so nahe lag. Die Lösung liegt in dem, was wir den ganzen Abend schon tranken, im Bier, dessen waren wir uns nun sicher.

 

 

Jetzt mußten wir nur noch den Zusammenhang entschlüssen. Unser Manuskript dazu, welches aufgrund des bereits gestiegenden Biergenusses etwas an Genauigkeit zu wünschen ließ, vor allem im Beispiel, sah so aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier nochmal im Klartext die endgültige Formel: W = Max(B) * | IQ-120 | * m*c² * U/I.

 

Die Weltformel ist das Produkt der Elemente B, I, E, R mit folgender Ausprägung

 

B: Max(B) - Die maximale Menge Bier in Litern, die man jemals an einem Tag getrunken hat. Wer also kein Bier trinkt ist raus aus dem Rennen, aber das läßt sich ja korrigieren.

 

I: | IQ-120 | - Die absolute Abweichung vom durchschnittlichen IQ von 120. Das bedeutet, dass es gut ist, möglichst weit vom Durchschnitt abzuweichen, egal in welche Richtung. Nur Durchschnitt ist schlecht.

 

E: m*c² - Die Gesamtenergiemenge als Produkt aus Masse und der Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat. Hier hat sich im Beispiel leider ein kleiner Fehler eingeschlichen, denn die Lichtgeschwindigkeit liegt natürlich bei 300.000 km/s. Doch eigentlich hätten wir ja auch irgendeine Konstante nehmen können, denn sie ist ja eh für jeden gleich und außerdem ist ja alles relativ. Unter dieser Annahme kann man diesen Faktor also nur mit seinem Eigengewicht beeinflussen.

 

R: U/I - Der elektrische Widerstand als Quotient aus Spannung und Strom. Doch auch hier hat sich ein kleiner Fehler im Beispiel eingeschlichen, da der übliche Widerstand eines Menschen zwischen 500 und 3000 Ohm liegt, müßte es im Beispiel nicht 100 Ampere sondern eher 0,1 Ampere heißen. Dumm dran sind hier Leute mit feuchtem Händedruck und Ökos, die barfuß durch den Wald laufen und das möglichst bei Regen.

 

Doch was sagt nun die Weltformel aus?

Das ist noch nicht endgültig geklärt, doch es ist wohl sowas wie die relative Bedeutung eines Individuums innerhalb der gesamten Menschheit. Demnach gibt es genau zwei Menschengruppen, die völlig unnütz sind. Das sind zum einen Menschen, die noch nie Bier getrunken haben (!!! Achtung, die Formel ist nur auf Erwachsene anwendbar, eure Kinder müssen sich erst bei ihrer Jugendweihe beweisen). Zum anderen sind das Menschen mit einem IQ von genau 120 - Pech gehabt.

 

Hier nochmal ein Beispiel für einen wohl relativ bedeuten Menschen.

 

 

Sein W = 10l * | 90-120 | * 150kg*(300.000 km/s)² * 220V/0,22A = 4,05 Trillionen

 

Das ist relativ viel. Vergleiche es doch mal mit deinem W. Viel Spaß beim rechnen und Vorsicht bei der Ermittlung des Widerstandes. Macht es lieber relativ.